Singerberg
(1589
m)
Allgemeines
Obwohl über lediglich bescheidene Höhe verfügend, bietet der langgestreckte, dem Klagenfurter Becken im Süden Profil vermittelnde Singerberg (1589 m) durchaus respektable Wandermöglichkeiten. Um einen „Ganzjahresberg“ handelt es sich. Während strenger Wintertage trägt harter Schnee den mit entsprechendem Schuhwerk versehenen Gipfelaspiranten; die dichtbewachsenen Südhänge des Singerberges sind schon früh im Jahr aper.
Mit Pkw auf den Kleinen Loiblpaß (770 m), wo die ins Bodental führende Straße nach Westen abzweigt. Rasch wird die 948 Meter hoch gelegene Ortschaft Windisch Bleiberg erreicht. Die Benennung des Streudorfes geht auf den seinerzeitigen Bergbau zurück. Seit dem 14. Jahrhundert wurden im Raum Windisch Bleiberg und damit am Singerberg und im Bleiberger Graben Blei-Zink-Vererzungen abgebaut. Manch eine überwachsene Halde gibt heute noch Zeugnis davon. Die Einstellung des Bergbaues erfolgte erst in den zwanziger Jahres dieses Jahrhundert. Unterhalb der dem hl. Erhard geweihten Pfarrkirche, die auch den Ausgangspunkt für die Tour auf den Singerberg bildet, ist noch ein alter Stolleneingang zu sehen.
Tour
Der Steig setzt auf dem Kirchplatz bzw. vor dem Gasthaus an
(Mitteilungstafel „Halbingsattel“, „Singerberg“. Über die schöne Wiese
und entlang dem von Hollerbüschen gesäumten Bach zu einem uralten Bauernhaus.
Weiter zu einem Zaun und in den Wald, wo sich der Weg teilt: „Links“ zum
Halbingsattel – eine Variante für den Rückweg. Man bleibt also auf dem
„Gipfelweg“. Eine Rinne wird gequert, und nach einer Stunde taucht eine
Forststraße auf (Quelle und Wassertrog). „Rechts“ des friedlichen Geplätschers
leitet die Markierung wieder in den Wald. Das Gelände wird nun steiler, doch
bald erreicht man eine schöne, auf dem Gipfelrücken befindliche Lichtung (1554
m), wo man bereits die Gipfeljause auspacken könnte. Der „wahre“ Gipfel
liegt allerdings 35 Meter höher im Osten. Man erreicht ihn auf schmalem Steig
binnen 20 Minuten. Wunderschöne Ausblicke ins Bodental, in die Gräber der
Loibl-Region und nach Norden (Klagenfurt). Das Band der Drau schimmert herauf;
Ferlacher und Feistritzer Stausee blinken; die Landeshauptstadt grüßt aus der
Ferne.
Abstiegsvariante: Auf oben erwähnter Lichtung der Markierung folgend nach Wesen Richtung Halbingsattel. Der Steig verläuft vorerst flach auf dem Bergrücken, fällt dann aber steil zum Sattel an. Man kommt an einer kühn in den Nordhang gelegten Startrampe für Drachenflieger und Gleitschirmfreaks sowie zwei Umsetzanlagen der „Draukraft“ vorbei. Im Bereich des Halbingsattels (1360 m) scharf nach „links“ (Südost) und auf gutem Steig zurück zum Ausgangspunkt.
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Charakter der Tour Leichte, aber doch einigermaßen anstrengende Rundtour.
Durchgehend markiert. Vor dem Betreten allenthalben vorhandener uralter
Bergwerksstollen wird eindrücklich gewarnt – Einsturz- und damit
Lebensgefahr! Die Singerberg-Tour ist ohne weiteres mit einer Durchwanderung der berühmten Tscheppaschlucht, dem „Grand Canyon“ der Karawanken, zu kombinieren. Zugang zur Schlucht: Parkplatz Unterloibl. Die düstere Schlucht, eines der bedeutendsten Naturdenkmäler Kärntens, ist gut versichert. Für die Überprüfung bzw. Instandhaltung der Treppen, Brücken, Leitern, Pfosten, Seile und Eisenträger gibt die Stadt Ferlach jährlich viel Geld aus. Zeiten
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