Gemeinde Kreigerstein
Die Ruinen von Hochkraig und Neu- bzw. Niederkraig liegen am Südhang des Kraiger Berges, nördlich von St. Veit/Glan. Die Herren von Kraig (Kreig, Kreigh), urkundlich erstmals 1091 erwähnt, gehörten zu den ältesten Ministerialengeschlechtern Kärntens. Sie waren zu Anfang des 13. Jahrhunderts Truchsesse, im 15. Jahrhundert Landeshauptleute von Kärnten. Die Schlösser waren 1558 im Besitz der Grafen Hardegg, 1591 der Khevenhüller, ab 1629 wechselten sich die Familien Grottenegg, Maierhofen und Bogner im Besitz, seit 1822 ist die Familie Goess Eigentümer. Beide Anlagen waren wahrscheinlich bereits seit dem 17. Jahrhundert mehr oder weniger verfallen. – In der Ruine Hochkraig, der älteren Burg, sind noch Teile des romanischen Bergfrieds und nördlich davon noch ein Vorwerkturm des 11. Jahrhunderts erhalten sowie Reste der Zwingmauer, der gotischen Wohn- und Wirtschaftsbauten sowie der kleinen Kapelle. Niederkraig umfasst eine ausgedehnte Bautengruppe, die seit 1998 durch Sanierungsarbeiten abgesichert wird. Von den beiden romanischen (?) Bergfrieden enthält der nördliche Signalzwecken dienende, trichterförmige Schlitze. Um den südlichen Bergfried befinden sich gotische Zubauten des 14. und 15. Jahrhunderts. Erhalten sind weiters Reste des dreigeschossigen Palas aus dem 16. Jahrhundert. Ein südlich dieser Anlage stehender Rundturm (?) wurde 1730 als Johannes-Nepomuk-Kapelle eingerichtet.
Besitzer: Besitzer: Familie Goess