Burgruine Glanegg
 
 

Urkundlich 1121 als im Besitz Herzog Heinrichs III. erwähnt. Die Burg wurde von den Türken, die von 1473 bis 1478 das Glantal durchzogen, nicht eingenommen. 1534 kam die Burg an Ulrich von Ernau; unter ihm und seinen Söhnen erfolgte ein Umbau. Urkundlich war die Burg 1573 baufällig. 1638 war Johann Weber von Ehrenthal Besitzer, danach folgte ein rascher, mehrmaliger Besitzwechsel.1813 noch einmal gegen die Franzosen in Verteidigungszustand gesetzt, war die Anlage ab 1860 in Verfall. 1994 setzten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durch den Verein zur Erhaltung der Ruine Glanegg ein. – Ausgedehnte, im 16. Jahrhundert schlossartig ausgebaute hoch- bis spätmittelalterliche Burganlage, terrassenförmig angelegter Wehrkomplex mit auf der Spitze des Burghügels gelegener Hochburg, durch Vorburg und weitläufige Zwingeranlage mit drei Torbauten gesichert. Der mächtige, quadratische Bergfried mit Hocheinstieg im ersten Obergeschoss stammt aus dem 13., der Palas aus dem 12. Jahrhundert. Die tiefer liegende Vorburg (15. Jahrhundert) hat einen polygonalen Hof, der an der Nordostseite liegende zweigeschossige Speicherbau besitzt im Untergeschoss eine dreischiffige, fünfjochige Halle mit gestelzten Kreuzgratgewölben über sechseckigen Steinsäulen.

Besitzer und Verwendung: Besitzer: Familie Zwilling. Kulturelle Veranstaltungen sorgen für eine Wiederbelebung der Anlage.