weitere Schlagzeilen: |
|
Man kann in der Politik nie etwas hundertprozentig ausschließen: die charmanteste Art, Uncharmantes mit Charme unters Volk zu streuen ... Zumal in jenen Fällen, wo die Politik die schlechtestmögliche Denkvariante nicht ausschließen kann, ebendiese eintritt. In unserem Fall hieße das: Einführung der kilometerabhängigen Maut. Nicht nur für Lkws. Auch für Pkws. Nicht sofort. Vielleicht - und mit viel Optimismus auch nicht in dieser Legislaturperiode. Dann aber sicher. Denn die ÖBB sind ähnlich pleite, wie die Autobahngesellschaft Asfinag am Bankrott dahinschrammt. Der Bund selbst ist am Limit: sowohl mit dem, was er den Ländern an Großprojekten zugesagt, als auch was er an Finanziellem zu vergeben hat. Ergo? - Richtig! Das Volk muss her! Oder, wie es die Grünen in Sachen Koralmtunnel weniger charmant als geradeheraus und mit umwerfender Logik sagen: Kärnten und Steiermark wollen den Tunnel, also sollen sie dafür auch zahlen. Nun, wenn dieses causale Denkvermögen die Runde macht, dann wirds geistig hoch spannend und lustig: Schlussendlich will die Politik selbst ja nichts. Alles für das Volk. Weil das Volk es will. Andererseits: Finanzierungen hat man sich schon immer übers Volk hereingeholt. Neu wäre dann, dass man es auch prompt ausspricht ... claudia.grabner@ktz.at |
||||||